Jubiläum

1867 erteilte die Königliche Regierung Düsseldorf die Genehmigung, die seit 1859 bestehende „Private Höhere Rektoratschule“ als höhere Gemeindeschule von Wermelskirchen weiterzuführen. Dieser Beschluss gilt als Gründungsdatum des Gymnasiums, das sich allmählich aus der öffentlichen Rektoratschule entwickelt hat. Somit feiern wir in diesem Schuljahr das 150jährige Bestehen unserer Schule. 

Dieses besondere Jahr feiern wir auf unterschiedliche Weise:

Auszeichnung

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Schulverfassung

Verfassung
für das
Städtische Gymnasium
Wermelskirchen


Sie soll uns die Richtung weisen
für den Umgang miteinander,
das Lernen und Lehren leichter machen und
das Leben und Arbeiten in unserer Schule gestalten helfen.


A. Grundsätzliches   

Artikel 1
Die Würde jedes Einzelnen ist unantastbar. Denn der Kern der Verfassung unseres Landes ist auch unser oberster Grundsatz.  

 
Artikel 2
Wir alle sind gleich viel wert, Mädchen und Jungen, Lehrerinnen und Lehrer, alle weiblichen und männlichen Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Auch Aussehen, Hautfarbe, Intelligenz oder Religion dürfen nicht zur Diskriminierung des Einzelnen führen.  

 
Artikel 3
Jede Art von Gewalt ist in unserer Schule verboten: Gewalt gegen Mitmenschen und Sachen, aber auch verbale Gewalt.  

 
Artikel 4
Konflikte und Streitfälle sollen nach allgemein anerkannten Regeln fair und offen zwischen den Beteiligten ausgetragen werden. 

 
Artikel 5
Im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Arbeit steht der Unterricht. Wenn er Freude machen, Neues vermitteln und Nutzen für die Zukunft bringen soll, dann müssen wir alle zusammen unsere Anstrengungen darauf richten, dass guter Unterricht in allen Fächern gelingen kann.  

 
Artikel 6
Folgende Grundsätze sollen Richtschnur unseres Umgangs und Handelns in der Schule sein: 

  • Menschlichkeit, Toleranz und gegenseitige Achtung

  • Freundlichkeit und Verständnis

  • Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme

  • Engagement, Einsatzfreude und Leistungsbereitschaft

  • verantwortungsvolles Umgehen mit Ressourcen 


Die folgenden Bestimmungen präzisieren die Grundsätze der ersten sechs Artikel.
 

 
B. Schülerinnen und Schüler
 

Artikel 7
Unser Umgang mit allen Personen in der Schule soll von Freundlichkeit, Höflichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt sein. 

Artikel 8
Wir Schülerinnen und Schüler leisten unseren Beitrag zu einem interessanten und anspruchsvollen Unterricht in allen Fächern. 

  1. Wir verstehen den Unterricht als Angebot und Chance und tragen durch aktive Mitarbeit zu seiner Qualität bei.

  2. Wir beachten die notwendigen Rahmenbedingungen im Unterricht, indem wir einander ausreden lassen, den Ausführungen der Lehrkräfte mit Aufmerksamkeit folgen und den Unterricht mit unseren Vorschlägen und Ideen bereichern.

  3. Wir verstehen die Lehrerinnen und Lehrer als Helfer und Partner im Unterricht. Uns ist bewusst, dass sie eine lenkende, führende und beurteilende Aufgabe haben.

  4. Es ist unser Recht, Fragen zu stellen und um zusätzliche Erklärungen zu bitten.

  5. Wir betrachten die Notengebung als Gradmesser für unseren Lernerfolg.

  6. Wir haben das Recht, von den Lehrerinnen und Lehrern Auskunft über unseren derzeitigen Leistungsstand zu erhalten. 

Artikel 9
Wir sind in der Klasse oder im Kurs immer auch füreinander verantwortlich.

  1. Unsere Verantwortung beginnt bei der gegenseitigen Unterstützung und Hilfe in schulischen oder persönlichen Schwierigkeiten, beispielsweise bei der Integration von neuen Schülerinnen und Schülern in den Klassenverband.

  2. Sie drückt sich auch in der demokratischen Wahl einer geeigneten Klassen- oder Kurssprecherinbzw. -sprechers aus sowie in der gewissenhaften Wahrnehmung der Klassendienste.  

Artikel 10
Jeder von uns muss von persönlichen Angriffen absehen, Beleidigungen vermeiden sowie Mobbing und andere Formen der Ausgrenzung unterlassen. 

  1. Wir verpflichten uns, solchen Vorfällen, auch wenn sie uns nicht direkt betreffen, entschieden entgegenzutreten.

  2. Wir unterstützen die Institution der Streitschlichtung.

  

C. Lehrerinnen und Lehrer   

 
 
Artikel 11
Wir Lehrerinnen und Lehrer sehen guten Unterricht als unsere zentrale Aufgabe. Dabei wollen wir die Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernprozess unterstützen und ihre Begabungen fördern. Um die Qualität unseres Unterrichts besser einschätzen zu können, legen wir Wert auf konstruktive Rückmeldung durch die Schüler. 

  1. Die Qualität unseres Unterrichts wird bestimmt durch methodische Abwechslung, Aktualität und fachlichen Anspruch.

  2. Neben der Wissensvermittlung sollen die Vermittlung wichtiger Arbeitstechniken, die Erziehung zu sozialer Kompetenz sowie der Einsatz moderner Medien, sofern sinnvoll, Platz im Unterricht finden.

  3. Wir machen unsere Notengebung transparent und begründen sie sachlich.

  4. Wo es möglich ist, beteiligen wir unsere Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung von
    Unterricht.
     

 
 
Artikel 12
Menschlichkeit und Fairness bestimmen unseren Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. 

  1. Wir sind uns bewusst, dass unser Verhalten und unser Auftreten eine Vorbildfunktion für unsere Schülerinnen und Schüler haben. Deshalb ist ein respektvolles Miteinander die Grundlage unserer Arbeit.

  2. Wir stehen unseren Schülerinnen und Schülern - falls erwünscht - auch als Ansprechpartner  in außerschulischen Fragen zur Seite.  

 
Artikel 13
Die kollegiale Zusammenarbeit ist eine wichtige Grundlage für unsere schulische Arbeit. Dabei ist fachliche, fächerübergreifende und pädagogische Zusammenarbeit für uns selbstverständlich.

  1. Wir wissen, dass die Voraussetzung einer guten Arbeitsatmosphäre die gegenseitige Anerkennung und Würdigung unserer Arbeit ist.

  2. Wo es sinnvoll und effizient ist, werden wir uns um die Arbeit im Team bemühen.

  3. Wir erkennen aber auch an, dass jeder von uns eigene Wege im beruflichen Alltag beschreitet, weil Toleranz und Offenheit gegenüber den  Arbeitsfeldern und Aktivitäten anderer wesentliche Voraussetzungen für ein gutes Arbeitsklima sind.

  4. Wir vermeiden persönliche Angriffe innerhalb des Kollegiums und tragen Konflikte offen, sachlich und konstruktiv aus.   
      

Artikel 14
Das Verhältnis von Schulleitung und Kollegium ist geprägt vom übergeordneten Interesse am gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrag.

  1. Die Zusammenarbeit von Kollegium und Schulleitung ist von grundsätzlicher Loyalität, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung getragen. Dies schließt konstruktive Kritik und die Darstellung unterschiedlicher Positionen ein. 

  2. Die gerechte Würdigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Arbeit ist eine besondere Aufgabe der Schulleitung.

  

D. Eltern und Erziehungsberechtigte

Artikel 15
Wir Eltern und Erziehungsberechtigte sind die wichtigsten Partner unserer Schule in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag.

  1. Es ist unsere Pflicht als Eltern und Erziehungsberechtigte, unsere Kinder verantwortungsbewusst zu erziehen und so die Schule zu unterstützen. Unsere vornehmliche Aufgabe ist es, den Kindern zu vermitteln,
    - dass es notwendig ist, sich an die Regeln der Schulgemeinschaft zu halten,
    - dass Schule und die Erledigung der Hausaufgaben ihre Hauptaufgaben sind,
    - dass die Schulmaterialien vollständig sein müssen,
    - dass Hausaufgaben vollständig zu erledigen sind,
    - dass sie ausgeschlafen und aufnahmebereit sein sollen.

  1. Mitwirkung der Eltern/Erziehungsberechtigten verlangt Mitarbeit und Engagement - etwa in den entsprechenden Gremien und Funktionen oder bei der Gestaltung des schulischen Lebens.

  2. Bei Sorgen oder Kritik wenden wir uns an die Lehrkräfte und versuchen gemeinsam konstruktive Lösungswege zu finden. Im Mittelpunkt dieser Gespräche stehen das Wohl und die Entwicklung des Kindes. Ein sachlicher und respektvoller Umgang ist dabei eine Selbstverständlichkeit.   

Artikel 16
Eltern und Erziehungsberechtigte haben das Recht auf Information und die Pflicht zur Information.
  1. Eltern/Erziehungsberechtigte haben das Recht auf Gespräche mit den Lehrerinnen und Lehrern und der Schulleitung. Sie nehmen dabei die schulischen Sprechstunden und Sprechtage wahr oder vereinbaren in Absprache entsprechende Termine.

  2. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer und die Fachlehrerinnen und -lehrer informieren die Eltern bzw. deren Vertreter über besondere Entwicklungen und Vorkommnisse in den Klassen. 

 
E. Gremien der Schulverfassung, Schlussbestimmungen  

 

Artikel 17
Unsere gemeinsame Verantwortung und dauerhafte Aufgabe ist es, dieser Schulverfassung Geltung zu verschaffen. 

Artikel 18
Diese Schulverfassung ist mit ihrer Inkraftsetzung für alle verbindlich. Die Verfassung kann die rechtlichen Bestimmungen des Schullebens nicht ersetzen, gleichwohl ist sie Ausdruck unseres gemeinsamen Selbstverständnisses von einem guten Zusammenleben und Zusammenarbeiten im Städtischen Gymnasium Wermelskirchen.

Artikel 19
Diese Verfassung tritt an dem Tage in Kraft, an dem sie von einer qualifizierten Mehrheit der Schulkonferenz angenommen wird. Jede Änderung bedarf der qualifizierten Mehrheit der Schulkonferenz.