Jubiläum

1867 erteilte die Königliche Regierung Düsseldorf die Genehmigung, die seit 1859 bestehende „Private Höhere Rektoratschule“ als höhere Gemeindeschule von Wermelskirchen weiterzuführen. Dieser Beschluss gilt als Gründungsdatum des Gymnasiums, das sich allmählich aus der öffentlichen Rektoratschule entwickelt hat. Somit feiern wir in diesem Schuljahr das 150jährige Bestehen unserer Schule. 

Dieses besondere Jahr feiern wir auf unterschiedliche Weise:

Auszeichnung

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Vokalpraktischer Kurs

Für den vokalpraktischen Kurs sollten Sie den folgenden Auszug aus den Richtlinien in Ihre Überlegungen vor der Wahl miteinbeziehen:

aus "Sekundarstufe II GY/GE – Richtlinien und Lehrpläne Musik"
(Schule in NRW)

 

7 Instrumental- und vokalpraktische Kurse

Vokalpraktischer Kurs
 
 „Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, instrumental- und vokalpraktische Kurse in die Gesamtqualifikation einzubringen (§ 11 Abs. 2, Ziff. 4 APO-GOSt). Diese Kurse haben als Schwerpunkt die Vermittlung musikpraktischer Fertigkeiten und ihre Präsentation im Rahmen des Schullebens, setzen sich auf theoretischer Ebene mit Inhalten und Methoden instrumentaler und vokaler Praxis auseinander und unterstützen die Entwicklung kreativer, kommunikativer und sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten in wachsender Selbstständigkeit.
Wegen der Vergleichbarkeit mit den Grundkursen im Fach Musik geht die Arbeit in den musikpraktischen Kursen über eine Chor- oder Orchesterpraxis hinaus und ist didaktisch auf die Bereiche des Faches bezogen.
Schülerinnen und Schüler sollen in instrumental- und vokalpraktischen Kursen
• Notationsformen von Musik, aufführungsrelevante Zeichen und Begriffe inter-
 pretatorisch umsetzen können
• Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme, des jeweiligen Instrumentes
 oder des jeweiligen Apparates (...) erproben und einsetzen können
• auf Zeichen reagieren können
• sich um einer Ensembleleistung willen in eine Gruppe einordnen, dabei auch
 eigene Initiative einbringen können
• musikalische Strukturen erfassen und durch angemessene Einordnung des eigenen
 Parts darstellen können
• die eigene Realisation/lnterpretation eines Stückes im Vergleich mit anderen
 Realisationen/Interpretationen beurteilen können
• sich unter Berücksichtigung der Realisierbarkeit, des Anlasses, der Adressaten-
 gruppe und der beabsichtigten Wirkung an der Auswahl von Stücken   
 (Programmgestaltung) beteiligen können.“
aus "Sekundarstufe II GY/GE – Richtlinien und Lehrpläne Musik" (Schule in NRW):
An unserer Schule wird der Vokalpraktische Kurs als Alternative zur Wahl der Fächer Literatur, Kunst oder Musik in der Jahrgangsstufe 12 angeboten.
 
Anhand des folgenden Unterrichtsbeispiels sollen die allgemeinen und musik-spezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten dargestellt werden, welche als Voraussetzung für die Teilnahme an dem Vokalpraktischen Kurs notwendig sind oder innerhalb der beiden Halbjahre erlernt, geübt und gefestigt werden sollen.
 
Beispiel: Ein Musicalprojekt
 
In der Vorbereitung des Vokalpraktischen Kurses wurden - zunächst nur auf der Seite der Lehrkräfte - Überlegungen zu möglichen Themen und damit verbundenen möglichen Kooperationen für ein Musicalprojekt besprochen. In den ersten Unterrichtsstunden (1-3) fand dann ein Abgleich dieser Ideen mit den Vorstellungen der SchülerInnen statt. Unter Berücksichtigung der curricularen Vorgaben und der gegenseitigen Interessen einigten wir uns auf ein Zielprojekt. Um dieses innerhalb eines Jahres auf die Bühne zu bringen, war es notwendig, die Arbeit aufzuteilen. Hier bot sich eine Kooperation mit einem der Literaturkurse an. Dieser kümmerte sich um die Erstellung des Storybooks mit seinen Dialogen und Regieanweisungen und stellte die Schauspieler zur Verfügung. Dabei gab es immer wieder Rücksprachen mit den Mitgliedern des Vokalpraktischen Kurses.
Der Vokalpraktische Kurs übernahm die Verantwortung für alle musikalischen Aspekte des Musicalprojekts. Wir entschieden uns für eine Vorlage, die es auch in einer Playbackversion gab, um uns voll und ganz auf die vokale Praxis konzentrieren zu können.
Die Erarbeitung der einzelnen Lieder, die alle für mehrere Stimmen arrangiert werden sollten, erfolgte im Plenum sowie in Kleingruppen. Im Plenum wurden zunächst nur von der Lehrkraft vorbereitete Lieder einstudiert. Dabei ging es nicht nur darum, die Melodien zu erlernen, sondern auch um:            
 
-          das Entwickeln eines Bewusstseins für die eigene Stimme und ihre Funktionen
-          die vielfältigen Möglichkeiten des Stimmeinsatzes (herkömmlich / außergewöhnlich)
-          Möglichkeiten der Stimmbildung auch durch SchülerInnen
-          das Kennenlernen und Üben von Atemtechniken
-          die Schulung des Gehörs
-          das Üben von einstimmigem und mehrstimmigem Gesang
-          die Vorgehensweise bei der Erstellung von Arrangements (Kriterien)
-          Möglichkeiten und Gebrauch von Zeichen zur musikalischen Verständigung
-          das Erfassen und Anwenden musikalischer Strukturen (z.B. Abläufe)
-          Möglichkeiten der Notation auch mit dem Computer
-          die Bedeutung von Ausstrahlung, Körpereinsatz und Bewegung beim Singen
 
Bei der Erarbeitung der Stücke in den Kleingruppen waren weitere Aspekte von besonderer Bedeutung:
 
-          das Einordnen der eigenen in die Interessen und Fähigkeiten der Gruppe
-          das Berücksichtigen des Könnensstands der gesamten Lerngruppe
-          die Beurteilung der Realisationsmöglichkeiten im Hinblick auf die Aufführung
-          die Berücksichtigung der Adressaten und der Wirkung im Rahmen des Projekts
-          die eigenen kreativen Fähigkeiten
-          das Kommunikationsvermögen
-          die eigene Kritikfähigkeit und Reflexionsvermögen
-          das Üben von konstruktiver Kritik (Reflexionsvermögen)
-          das Diskutieren und Auswählen anhand für das Projekt wesentlicher Kriterien
-          das Erweitern und Üben des selbstständigen Arbeitens
-          das Entwickeln, Erweitern und Festigen der sozialen Fähigkeiten
 
Nach Erarbeitung und Niederschrift (Kopiervorlage für die anderen Kursmitglieder) der einzelnen Stücke in den Kleingruppen war es Aufgabe der jeweiligen Gruppe, „ihr Werk“ den anderen Kursteilnehmern beizubringen. Dabei benötigten die SchülerInnen zunehmend weniger Unterstützung durch die Lehrkraft. Hierbei spielten die oben genannten Aspekte ebenfalls eine große Rolle. Neben dem Erlernen, Üben und Festigen der eigenen Stimme, dem gezielten Einsatz des Körpers und das gegenseitige bewusste Hören standen hier vor allem das Üben und Annehmen von konstruktiver Kritik, das gemeinsame Arbeiten und die Reflexion des geplanten im Hinblick auf die Bühnenpräsentation im Vordergrund.
 
Nachdem der Vokalpraktische Kurs alle Stücke erlernt und geübt hatte, galt es, weitere, für die Aufführung wesentliche Aufgaben zu bewältigen. Die einzelnen Lieder mussten in die Theaterszenen fließend eingegliedert werden. Dazu waren einige gemeinsame Proben erforderlich. Nach Möglichkeit fanden diese während der wöchentlichen Kursstunden statt, mussten aber auch in Form von Probetagen bzw. -wochenenden durchgeführt werden.
Zudem mussten alle Kursmitglieder der beiden Kurse bei der Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme, der Beschaffung der Requisiten und des Auf- und Abbaus der Bühne mitarbeiten. Hier wird deutlich, welch großer Einsatz von den Schülerinnen und Schülern für die Realisation einer öffentlichen Bühnenpräsentation gezeigt werden muss.
 
Abschließend folgen einige Aspekte der Leistungsbewertung. Beurteilt wurden:
 
-          der individuelle Fortschritt bei dem Einsatz der eigenen Stimme
-          die Beteiligung an der Übernahme von Übungen zur Stimmbildung
-          die Qualität der einzelnen Übungen zur Stimmbildung
-          die Sicherheit und Qualität bei dem Singen der erlernten Melodien
-          die Kenntnis der erlernten Kriterien des Arrangierens
-          die Qualität bei der Anwendung der erlernten Kriterien im Zuge des Arrangierens
-          die Kreativität bei dem Arrangieren der Stücke
-          die Kenntnis und Anwendung musikalischer Zeichen zur besseren Verständigung
-          die Ausführung der Notationen
-          der Ideenreichtum bei der Gestaltung der Choreographien
-          der individuelle Fortschritt bei der Ausführung der erlernten Choreographien
-          die Textsicherheit
-          die Sicherheit in der Kenntnis des Gesamtablaufs
-          die Selbstständigkeit bei der Erarbeitung der Stücke
-          das Arbeitsverhalten im Allgemeinen
-          die Kommunikationsfähigkeit in den kleinen Gruppen und im Plenum
-          die Kritikfähigkeit
-          das Reflexionsvermögen
-          der individuelle Einsatze bei der Erstellung des Bühnenbildes
-          der individuelle Einsatz bei der Beschaffung von Kostümen und Requisiten
-          der individuelle Einsatz bei der Organisation des Caterings
-          der individuelle Einsatz bei dem Auf- und Abbau der Bühne
-          der individuelle Einsatz bei dem Aufbau, dem Abbau und der Betreuung des Caterings
-          die individuelle Leistung bei den jeweiligen Bühnenpräsentationen