Jubiläum

1867 erteilte die Königliche Regierung Düsseldorf die Genehmigung, die seit 1859 bestehende „Private Höhere Rektoratschule“ als höhere Gemeindeschule von Wermelskirchen weiterzuführen. Dieser Beschluss gilt als Gründungsdatum des Gymnasiums, das sich allmählich aus der öffentlichen Rektoratschule entwickelt hat. Somit feiern wir in diesem Schuljahr das 150jährige Bestehen unserer Schule. 

Dieses besondere Jahr feiern wir auf unterschiedliche Weise:

Auszeichnung

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7) Informationen Sport Leistungskurs

Sport Leistungskurs
am Städtischen Gymnasium Wermelskirchen

Seit dem Schuljahr 2011/12 besteht für alle Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums die Möglichkeit, das Fach Sport als Leistungskurs zu wählen. Der Leistungskurs wird in der Regel mit 5 Stunden pro Woche unterrichtet, wobei 3 Unterrichtsstunden auf die praktische und 2 Stunden auf die theoretische Ausbildung der Schülerinnen und Schüler zu verwenden sind. Die Themen des theoretischen Unterrichts sind hierbei jedoch nicht isoliert zu verstehen sondern beziehen sich immer auf die selbst oder miterlebte und  reflektierte Praxis des Sports (Praxis-Theorie- Verknüpfung). 

Eine unbedingte Voraussetzung für die Belegung des Sport Leistungskurses ist eine hohe sportmotorische Lern- und Leistungsbereitschaft im Rahmen des leitenden Kursprofils, da die sportmotorische Praxis die maßgebliche Unterrichtsgrundlage im Leistungskurs bildet. 

Inhalte des Sport Leistungskurses

Die Inhalte des Leistungskurses werden bestimmt durch das leitende Kursprofil, welches sich an zwei pädagogischen Perspektiven orientiert. Die pädagogischen Perspektiven im Schulsport lauten:

A) Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrung erweitern
B) Sich körperlich ausdrücken, Bewegungen gestalten
C) Etwas wagen und verantworten
D) Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen
E) Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
F) Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln

Im Leistungskurs sind die Perspektive D in Verbindung mit dem Sportbereich Leichtathletik und die Perspektive E in Verbindung mit dem Sportbereich Volleyball leitend und müssen somit in jedem Halbjahr schwerpunktmäßig unterrichtet werden. Die übrigen vier pädagogischen Perspektiven werden im Laufe der zwei Jahre des Leistungskurses je ein Mal unterrichtet und richten sich inhaltlich unter anderem nach den Vorgaben für das Zentralabitur des jeweiligen Jahrgangs.

Im Sportbereich Leichtathletik werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der Einzeldisziplinen im Abitur vorbereitet. Diese Disziplinen sind der Ausdauerlauf (5.000m), Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwurf und die Sprints über 100m, 200m und 400m aus dem Startblock. Im Volleyball sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, am Ende ihrer Schulzeit ein Wettkampfspiel 6 gegen 6 nach offiziellem Regelwerk unter technisch-taktischen Aspekten erfolgreich zu gestalten. Verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler im Leistungskurs ist eine Unterrichtsreihe im Sportbereich Schwimmen, da das Schwimmen über 800m als Ersatzleistung für den Ausdauerlauf im Abitur gewählt werden kann.

Die theoretischen Inhalte des Leistungskurses sind in unterischiedlichen, sportwissenschaftlichen Fachbereichen verankert. So werden sowohl Themen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich (Sportanatomie, Sportphysiologie, Bewegungslehre) als auch aus dem trainingswissenschaftlichen Bereich (Training von Technik und Taktik, Traininig von Kraft, Schnelligkeit, Koordination, etc..), dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich (Dopingproblematik, Sport und Gesundheit, Aggressionen im Sport) und dem Bereich der Sportpsychologie (Motive, Motivation, Leistungsmotivation, etc..)

Die jeweils aktuell geltenden Vorgaben für den jeweiligen Abiturjahrgang können sie auch unter folgendem Link einsehen:

http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.ph...

Beurteilungsgrundlage im Sport Leistungskurs

Laut Richtlinien setzt sich die Note im Sport-Leistungskurs aus zwei gleichen Teilen zusammen: aus dem Mittelwert der geschriebenen „Klausuren“ (2 pro Halbjahr) in einem Halbjahr sowie der Note der „Sonstigen Mitarbeit“.

Zur „Sonstigen Mitarbeit“ heißt es in den Richtlinien „Im Beurteilungsbereich ‚Sonstige Mitarbeit’ sind alle Leistungen zu werten, die eine Schülerin bzw. ein Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht mit Ausnahme der Klausuren erbringt“ (Lehrplan, S.65).

Die „Sonstige Mitarbeit“ im Sport-Leistungskurs ist demnach nicht gleichzusetzen mit der sportmotorischen Leistung! Nichtsdestotrotz stellt die sportmotorische Leistung im dargelegten Sinne einer Praxis-Theorie-Verknüpfung jedoch die notwendige Voraussetzung dar.

Somit gilt für die Notenfindung: Je besser die sportmotorischen Ergebnisse im Rahmen sportmotorischer Fachprüfungen ausfallen, desto besser ist dementsprechend die Teilnote für die sportmotorische Praxis im Bereich der „Sonstigen Mitarbeit“.

Eine sehr gute Leistung im gesamten Beurteilungsbereich der „Sonstigen Mitarbeit“ kann jedoch allein dann erreicht werden, wenn sowohl die sportmotorischen Leistungen als auch die Reflektion dieser Teilleistung bspw. im Rahmen der mündlichen Mitarbeit, Hausaufgaben oder Referaten etc.- als sehr gut bewertet werden können. Dabei ist „eine schematisch-rechnerische Gewichtung von Teilleistungen unzulässig“ (Lehrplan, S.71). Dementsprechend ist auch eine Übergewichtung einzelner Teilleistungen -wie bspw. der sportmotorischen Leistung oder der mündlichen Mitarbeit im Unterricht- zur Bildung der Note zur „Sonstigen Mitarbeit“ unzulässig!

 

Abiturprüfung und Sportunfähigkeit

Die Abiturprüfung im Leistungskurs setzte sich zum einen aus einer Klausur , welche zentral gestellt wird, und einem praktischen Prüfungsteil zusammen. Beide Prüfungsteile gehen jeweils zur Hälfte in die Gesamtnote mit ein.

Die praktische Abiturprüfung setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen.

Alle drei Prüfungsteil werden gleich gewichtet und bilden so die Prüfungsnote im Rahmen der praktischen Abiturprüfung.

Die praktische Abiturprüfung beginnt verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses mit der Ausdauerprüfung. Ein Nichtantritt zur Ausdauerprüfung hat eine Sperrung für die weiteren Prüfungsteile zur Folge. Über das weitere Verfahren entscheidet dann die Bezirksregierung Köln.

Bei der Überprüfung der Ausdauerleistungsfähigkeit kann der Prüfling zwischen dem 5.000 Meter Lauf und 800 Meter Freistilschwimmen wählen.

Im zweiten Prüfungsteil kann der Prüfling zwischen einer wettkampfbezogenen Leistung im Volleyball oder in der Leichtathletik wählen. Im Volleyball besteht diese Prüfung aus dem Wettkampfspiel sechs gegen sechs. In der Leichtathletik besteht diese Leistung aus einem Dreikampf aus den Disziplinien Laufen (110m Hürdensprint, 100m, 200m, 400m, 800m, 1500m), Springen (Hochsprung, Weitsprung) und Werfen (Speerwurf, Kugelstoßen). Sollte ein Prüfling im ersten Prüfungsteil die Ausdauerleistungsfähigkeit im Schwimmen erbracht haben, so besteht die Möglichkeit, im zweiten Prüfungsteil den 5.000 Meter Lauf als Ersatz für den Dreikampf zu absolvieren und somit das Bewegungsfeld Leichtathletik abzudecken.

Im dritten Prüfungsteil kann der Prüfling wählen zwischen einer wettkampfbezogenen Leistung oder einer fakultativen Leistung in dem noch verbliebenen Bewegungsfeld. Für die wettkampfbezogene Leistung gelten die Maßgaben wie im zweiten Prüfungsteil, für die fakultativen Prüfungsteile gelten gesonderte Vorgaben. Im Bewegungsfeld Leichtathletik muss ein Dreikampf absolviert werden, wobei hier die Bewertung der technischen Kompetenz im Vordergrund steht und kein leistungsbezogener Wettkampf erfolgt. Hier stehen dem Prüfling im Bereich Lauf jedoch noch nur der Tiefstart mit 30m Lauf und der Hürdensprint über 3-5 Hürden zur Wahl. Im Bewegungsfeld Volleyball muss der Prüfling ein 2 mit 2 demonstrieren und ein 4 gegen 4 oder 5 gegen 5, die Wahl hierüber trifft die Fachkonferenz.

Nach den Ausdauerleistungen ist dem Prüfling ein angemessener Erholungszeitraum zuzubilligen.

Weiter Informationen zur praktischen Prüfung im Leistungskurs entnehmen Sie bitte der unten stehen Grafik und folgendem Link:

http://www.schulsport-nrw.de/schulsportpraxis-und-fortbildung/gymnasiale...

Sollte ein Schüler oder eine Schülerin im Rahmen der Abiturprüfung sportunfähig werden, so ist eine Einzelfallentscheidung vorzunehmen. Diese kann bei ausreichend erbrachten Leistung zu einer Wertung der Ergebnisse führen bis hin zu einer mündlichen Prüfung, welche alle theoretische Fragestellungen des Sportbereichs und relevanter Grundlagen beinhalten kann. Die letzte Entscheidungsgewalt hat auch hier die Bezirksregierung Köln.

Sollte eine Schülerin oder ein Schüler noch vor Beginn der Abiturprüfung sportunfähig werden, so entscheidet die Bezirksregierung Köln über das weitere Prüfungsverfahren.

Bei einer längerfristigen Sportunfähigkeit im Leistungskurs ist zwingend Rücksprache mit dem Fachlehrer oder der Fachlehrerin zu halten, es wird dann wie folgt verfahren: 

  • Bei einer längerfristig attestieren Sportunfähigkeit in Halbjahr Q.1 ist ein Wechsel in einen anderen Leistungskurs zwingend notwendig.
  • Vom Halbjahr der Jahrgangsstufen Q.2 an ist ein Wechsel des Leistungskurses bei länger attestierter Sportunfähigkeit nicht mehr zwingend geboten, allerdings auf Wunsch des Schülers/der Schülerin möglich.
  • Verbleibt der Schüler/die Schülerin im Leistungsfach Sport, nimmt er/sie im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten an allen Unterrichtsstunden teil und ist in den Bereichen „Fachliche Kenntnisse“ (Bereich II) und „Methoden und Formen selbstständigen Arbeitens“ (Bereich III) besonders an Gesprächsphasen, Referaten, Protokollen und der Unterrichtsorganisation zu beteiligen. Über die einzubringenden Leistungen sollen schriftliche Zielvereinbarungen getroffen werden. Je nach Entscheidung der Fachlehrkraft kann am Ende eines Kurshalbjahres auch eine fachpraktische Prüfung über die im Kurs vermittelten sporttheoretischen Inhalte erforderlich sein.
  • Gegenstand eines Prüfungsgesprächs sind sportfachliche und sportwissenschaftliche Fragestellungen, die im engen inhaltlichen Zusammenhang mit der praktischen Prüfungen entsprechend dem Kursprofil stehen. Die hier erteilte Note ersetzt bei der Bildung der Gesamtnote für die Fachprüfung im Leistungsfach Sport die Note für die praktische Prüfung.

Für alle Formen der Sportunfähigkeit im Leistungskurs gilt, dass sie attestiert werden muss!

Hilfen für Leistungskursschüler

Für die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses stehen besondere Unterstützungensangebote zur Verfügung. So verfügt die Mediothek über einen eigenen Bereich mit sportwissenschaftlicher Fachliteratur, der den Leistungskursschülerinnen und -schülern die Mögichkeit bietet, sich vertiefend mit speziellen Fragestellungen auseinanderzusetzen oder auch die Vorbereitung von Facharbeiten unterstützt. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, jeden Dienstag eine Volleyball – Trainingszeit im Rahmen der Volleyball AG wahrzunehmen. Auch im Bereich der Leichtathletik besteht die Möglichkeit, Mittwochs (Sommersaison) und Samstags (ganzjährig) an den betreuten Übungszeiten unseres Kooperationspartners WTV teilzunehmen. So soll den Schülerinnen und Schülern eine ergänzende Förderung auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abitur angeboten werden, um eine individuelle und bestmögliche Vorbereitung zu ermöglichen.

Bei weiteren Fragen rund um den Leistungskurs, Abläufe, Voraussetzungen, Abiturprüfung, etc.. steht Herr Ovelhey gerne persönlich oder unter ovel@gmx.net zur Verfügung.

 

Wahlmöglichkeiten bei der Praxisprüfung im Sport LK Abitur

 (W) = Wettkampfleistung      (F) = Fakultativleistung